D’oh-Nut

D'oh!

D’oh!

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Der unheimliche Aufmarsch (frei nach Erich Weinert)

Es geht durch die Welt ein Geflüster
Urheber, hörst du es nicht?
Das sind die Stimmen der Zeitungsphilister
Urheber, hörst du sie nicht?
Es flüstern die Film- und Musikproduzenten.
Es flüstert die Softwarepatentproduktion.
Es flüstert von allen Rechteverwaltern:
Mobilmachung gegen die freie Information!

Urheber, Schreiber, nehmt die Lizenzen
nehmt die Lizenzen zur Hand!
Zerschlagt die chronistischen Rechteverwerter
setzt alle Rechner in Brand!
Pflanzt eure freien Ideen des Schaffens
in jeden .torrent, in jede Replik!
Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft
die informationistische Netzrepublik!

Urheber, horch, sie ziehen ins Netz
für Leistungs- und Schutzrecht der Kasse
Das ist der Krieg der Herrscher der Medien
gegen die Urheberklasse.
Denn der Angriff gegen die freie Information
ist der Stoß ins Herz der Netzrevolution
und der Krieg, der jetzt durch die Netze geht
ist der Krieg gegen dich, Poet!

Urheber, Schreiber, nehmt die Lizenzen
nehmt die Lizenzen zur Hand!
Zerschlagt die chronistischen Rechteverwerter
setzt alle Rechner in Brand!
Pflanzt eure freien Ideen des Schaffens
in jeden .torrent, in jede Replik!
Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft
die informationistische Netzrepublik!

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BrotaufStrich

BrotaufStrich

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Gangnam Style, Buddhismus und Melancholia

Žižek gefällt mir immer besser. Außerdem bin ich vielleicht schon lange Buddhist, ohne davon gewusst zu haben.

Das Video zeigt einen Vortrag Žižeks vom 16. Oktober 2012 an der University of Vermont.

 

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Geschmorte Rinderbeinscheibe mit Kohlrabi

Heute gibt’s mal wieder ein Rezept auf die Hüften. Es ist einfach, lecker und gelingt immer. Beweis: Ich habe es selbst zubereitet und aufgegessen.

Das braucht man (pro Person und in Reihenfolge der Verwendung):

Für das Fleisch:

Eine Rinderbeinscheibe
Salz
Pfeffer
Mehl
Butterschmalz
Eine Knoblauchzehe
Eine kleine Zwiebel
Eine Flasche Kerner
Thymian
Sternanis
Kardamom
Gemahlener Kümmel
Zucker
Wasser

Für das Gemüse:

Eine kleine Knolle Kohlrabi
Wasser
Ein halber Becher Sahne
Salz
Pfeffer

Die Beinscheibe wird mit Salz und Pfeffer gewürzt, danach mehliert. Das Mehl erfüllt zwei Aufgaben: Es sorgt dafür, dass das Fleisch trocken brät und eine schöne, braune Kruste bekommt. Außerdem gibt es der Soße etwas Bindung.
Die gewürzte und mit Mehl bestäubte Beinscheibe wird in einem großen Topf in heißem Butterschmalz kräftig von allen Seiten angebraten. Um zu verhindern, dass sich das Fleisch wölbt, kann man den Rand alle paar Zentimeter etwas einschneiden.
Zum röstenden Fleisch kommen die angedrückte Knoblauchzehe und die halbierte Zwiebel. Beide dürfen gern etwas dunkel werden.
Sobald das Fleisch von allen Seiten ordentlich angebraten ist, wird mit so viel Kerner abgelöscht, dass alles beinahe bedeckt ist. Thymian, Sternanis, Kardamom und Kümmel dazu, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, ordentlich aufkochen, dann auf kleiner Flamme etwa zwei Stunden mit Deckel schmoren. Das Fleisch ab und an wenden und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Die Beinscheibe ist fertig, wenn sie fast von alleine vom Knochen fällt. Dann den Deckel abnehmen, die Soße reduzieren lassen und abschmecken.

Für das Gemüse ein lustvolles Stück Butter in einer Pfanne zergehen lassen und den großzügig geschälten und in Stifte geschnittenen Kohlrabi darin sanft anbraten. Auf keinen Fall sollte er dabei Farbe nehmen. Nach ein paar Minuten mit Wasser und Sahne ablöschen, würzen und mit Deckel bis kurz vor den gewünschten Garpunkt köcheln. Bei mir hat der Kohlrabi noch Biss, ist aber auf keinen Fall mehr hart. Dann die Pfanne vom Herd nehmen.

Wenn das Fleisch weich und die Soße reduziert ist, kommt das Gemüse wieder auf den Herd und die Soße wird so lange eingekocht, bis sich die Sahne sämig herumschmiegt.

Auf dem Teller sieht das dann in etwa so aus:

Nein, das sind keine lätschigen Pommes

Nein, das sind keine lätschigen Pommes

Dazu wird der restliche Kerner getrunken. Für mich bedarf es keiner weiteren Beilage. Allenfalls würde ich die Soße mit einem Stück Weißbrot auftunken.

PS: Ich glaube nicht, dass einer meiner sehr verehrten Leser überhaupt auf die wahnsinnige Idee käme, vor der Zubereitung den Knochen aus der Beinscheibe zu entfernen. Nur für den Fall aber, dass sich doch ein Unzurechnungsfähiger hierher verirrt, will ich sagen: Tu das nicht! Nein! Tu es nicht! Ein am Knochen gegartes Stück Fleisch wird viel aromatischer. Außerdem lebt die Soße dieses Gerichts vom ausgekochten Knochenmark. Wer an Fleisch mit Knochen oder gar an Mark irgendetwas ekliges findet sollte dieses Rezept lieber nicht nachkochen und hat es mithin umsonst gelesen.

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Zum furzenden Nikolaus

 

Pumpernickelbutterbrot?
Entschuldigung, aus welchem Land
stammt denn diese üble Sitte -
und gibt es dort auch Sachverstand?

Ein echter Kenner isst zur Butter
wartet, ich erklär’s euch kurz
das schwäbische Gebildebrot
und keinen Ostwestfalenfurz!

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inter finitum et infinitum non est proportio – oder: teile nicht durch null!

Peter Sloterdijk ist ein streitbarer Charakter. Insbesondere in der akademischen Philosophie wird ihm als Person und Autor allenfalls Geringschätzung entgegengebracht, sofern man ihn nicht ohnehin mit völliger Nichtbeachtung straft.

Andererseits ist kaum ein “Philosoph” unserer Zeit so populär, so medienwirksam und so auflagenstark wie Peter Sloterdijk. Dies über Jahre und trotz jener Medienfürze à la Richard David Precht, inklusive dessen Imitate. Der Mann, also Sloterdijk, hat – wenn man nach seinem Publikum geht – anscheinend was zu sagen.

Ich möchte mich hier nicht auf die Debatte einlassen, ob Sloterdijk ein ernstzunehmender Philosoph sei. Für mich ist er ein Literat, dessen Ausführungen zumindest heuristisch von philosophischem Wert sind, in dem Sinne, dass sie – auch und vor allem den philosophisch Unbedarften – zum Nachdenken anregen. Damit ist, so meine ich, der Sache der Philosophie erst mal gedient, ob man ihn nun ernst nimmt oder nicht.

Das hier gezeigte Video ist die Aufzeichnung eines Vortrags von Peter Sloterdijk an der Universität Tübingen im Rahmen des Studium Generale (wenn ich mich recht entsinne). Ich selbst war auch zugegen. Wer mich entdeckt und die entsprechende Stelle des Videos in den Kommentaren benennt, gewinnt irgendwas. Vielleicht ein Bier, Schokolade, ein Spielzeug oder dergleichen.

 

PS: Ich stelle gerade fest, dass ich bis dato keine Kategorie “Philosophie” in meinem Blog habe. Dass ich das nicht habe rührt natürlich daher, dass ich alle philosophischen Artikel bisher unter enger gefassten Kategorien wie “Sprachphilosophie” oder “Wissenschaftsphilosophie” einordnen konnte. Dieser allerdings lässt sich nicht so leicht einer philosophischen Subspezies zuweisen. Wenn man wollte könnte man also sagen, dass Sloterdijk mich dazu gebracht hat, über Philosophie als Philosophie zu schreiben. Yay!

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