Verengelung

Für die Kalifornier war der 9. Februar 1971 ein kombiniertes medial-kosmisches Großereignis. Es begann mit einem Erdbeben inklusive einer totalen Sonnenfinsternis am Nachmittag. Zugleich strahlten alle Kanäle während des ganzen Tages Gespräche mit den Astronauten auf dem Mond aus. Immer wieder war auch die an einen der Mondfahrer gerichtete Mahnung zu hören, er solle keinen größeren Gesteinsbrocken hochheben. Nach Houston übertragene EKGs kündeten nämlich von einer Herzbelastung, wovon der Betroffene selbst allerdings nichts wußte. An diesem Nachmittag überfiel ein Mann in San Jose eine TV-Bank, eine jener Drive-in-Banken, in denen der Kassierer auf einem Monitor erscheint. Der Räuber richtete die Waffe auf einen der Bildschirme und drohte zu schießen, und tatsächlich zahlte die Bank den gewünschten Betrag aus.

Im englischen Original: Edmund Carpenter, Oh, What a Blow That Phantom Gave Me! Holt, Rinehart and Winston, 1972. Hier zitiert nach: Peter Glaser, 24 Stunden im 21. Jahrhundert. Onlinesein. Zu Besuch in der neuesten Welt, Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage 1996, S. 143

(Über Edmund Carpenter in der englischen Wikipedia)

Dieser Beitrag wurde unter Erzählung, Medien, Popkultur, Raumfahrt, Technik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s