Magie aus dem Wiesenloch (feat. @holgi und @afelia)

Erstmal will er ein paar Minuten Ruhe. Dann, langsam, kriecht er aus seinem Wiesenloch hervor. Auf der Wiese, gleich neben dem Loch, steht ein Baum, der grüne, aber reife Äpfel trägt. Einer davon ist herabgefallen, genau an die Stelle, wo vor kurzem noch der Bärlauch im Schatten verblühte. In der Nähe hat ein jugendlich Leichtsinniger etwas Marihuana gepflanzt. Das hat er mit einer Spitzhacke aus Eisen getan. Ein kühler Lufthauch weht den süßlich-graßigen Duft herüber, zum Loch, hinein. Jemand hat kürzlich unter dem Apfelbaum gesessen und sich die Hände eingecremt.

Der Apfelbaum wird ausschließlich mit einer Mischung aus sprudelndem Mineralwasser, Birnensaft und Hefeweizen gegossen. Als natürliches Düngemittel kommt Ahoi-Brause (Geschmacksrichtung: Zitrone) zum Einsatz. Allmählich flaut die kühle Brise ab, es wird zum Abend hin wärmer. @afelia und @holgi tauchen auf, an den Leibern wallende Gewänder, je einen Stab zur Rechten. Sie kämpfen einen magischen Kampf. „Süßes!“ – „Oder Saures!“ – „Mit Leichtigkeit!“ – „Nein, Schwere!“

Endlich einigen sich die Magier darauf, dass sie sich nie ganz einig sein werden. Es werden Speisen herangetragen. Zunächst Rollmops auf Graubrot mit etwas Butter, sodann Grüner Spargel mit Kräuterpfannkuchen, gekochtem Schinken und Hollandaise. Dazu trinken die beiden einen trockenen Riesling von Karl Pfaffman aus Walsheim in der Pfalz, wo 2011 ein gutes Jahr für ein bisschen Magie gewesen zu sein scheint.

 

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