Geschmorte Rinderbeinscheibe mit Kohlrabi

Heute gibt’s mal wieder ein Rezept auf die Hüften. Es ist einfach, lecker und gelingt immer. Beweis: Ich habe es selbst zubereitet und aufgegessen.

Das braucht man (pro Person und in Reihenfolge der Verwendung):

Für das Fleisch:

Eine Rinderbeinscheibe
Salz
Pfeffer
Mehl
Butterschmalz
Eine Knoblauchzehe
Eine kleine Zwiebel
Eine Flasche Kerner
Thymian
Sternanis
Kardamom
Gemahlener Kümmel
Zucker
Wasser

Für das Gemüse:

Eine kleine Knolle Kohlrabi
Wasser
Ein halber Becher Sahne
Salz
Pfeffer

Die Beinscheibe wird mit Salz und Pfeffer gewürzt, danach mehliert. Das Mehl erfüllt zwei Aufgaben: Es sorgt dafür, dass das Fleisch trocken brät und eine schöne, braune Kruste bekommt. Außerdem gibt es der Soße etwas Bindung.
Die gewürzte und mit Mehl bestäubte Beinscheibe wird in einem großen Topf in heißem Butterschmalz kräftig von allen Seiten angebraten. Um zu verhindern, dass sich das Fleisch wölbt, kann man den Rand alle paar Zentimeter etwas einschneiden.
Zum röstenden Fleisch kommen die angedrückte Knoblauchzehe und die halbierte Zwiebel. Beide dürfen gern etwas dunkel werden.
Sobald das Fleisch von allen Seiten ordentlich angebraten ist, wird mit so viel Kerner abgelöscht, dass alles beinahe bedeckt ist. Thymian, Sternanis, Kardamom und Kümmel dazu, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, ordentlich aufkochen, dann auf kleiner Flamme etwa zwei Stunden mit Deckel schmoren. Das Fleisch ab und an wenden und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Die Beinscheibe ist fertig, wenn sie fast von alleine vom Knochen fällt. Dann den Deckel abnehmen, die Soße reduzieren lassen und abschmecken.

Für das Gemüse ein lustvolles Stück Butter in einer Pfanne zergehen lassen und den großzügig geschälten und in Stifte geschnittenen Kohlrabi darin sanft anbraten. Auf keinen Fall sollte er dabei Farbe nehmen. Nach ein paar Minuten mit Wasser und Sahne ablöschen, würzen und mit Deckel bis kurz vor den gewünschten Garpunkt köcheln. Bei mir hat der Kohlrabi noch Biss, ist aber auf keinen Fall mehr hart. Dann die Pfanne vom Herd nehmen.

Wenn das Fleisch weich und die Soße reduziert ist, kommt das Gemüse wieder auf den Herd und die Soße wird so lange eingekocht, bis sich die Sahne sämig herumschmiegt.

Auf dem Teller sieht das dann in etwa so aus:

Nein, das sind keine lätschigen Pommes

Nein, das sind keine lätschigen Pommes

Dazu wird der restliche Kerner getrunken. Für mich bedarf es keiner weiteren Beilage. Allenfalls würde ich die Soße mit einem Stück Weißbrot auftunken.

PS: Ich glaube nicht, dass einer meiner sehr verehrten Leser überhaupt auf die wahnsinnige Idee käme, vor der Zubereitung den Knochen aus der Beinscheibe zu entfernen. Nur für den Fall aber, dass sich doch ein Unzurechnungsfähiger hierher verirrt, will ich sagen: Tu das nicht! Nein! Tu es nicht! Ein am Knochen gegartes Stück Fleisch wird viel aromatischer. Außerdem lebt die Soße dieses Gerichts vom ausgekochten Knochenmark. Wer an Fleisch mit Knochen oder gar an Mark irgendetwas ekliges findet sollte dieses Rezept lieber nicht nachkochen und hat es mithin umsonst gelesen.

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